Papa Moll

Aus Swisscomics

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Von Edith Oppenheim-Jonas

Papa Moll ist unseres Wissens die einzige Comic-Figur, die von einer Frau geschaffen wurde und einen so nachhaltigen Erfolg verzeichnen konnte. Mitte der 50er Jahre nimmt sich die Schweizerische Stiftung für die Jugend - Pro Juventute - vor, der Invasion von Comics Einhalt zu gebieten, die als jugendgefährdend zu betrachten sind. Sie fördert die Veröffentlichung eines Comic ohne Sprechblasen, der traditionelle Werte wie den Respekt der Familie und gute Manieren propagiert. Die Malerin Edith Oppenheim-Jonas zeichnet daraufhin die Geschichte einer bürgerlichen Familie, die aus Papa Moll, seiner Ehefrau und Mustermutter Mama Moll und ihren drei Kindern Willy, Fritz und Evi besteht sowie aus ihrem Dackel, der auf den Namen Tschips hört.

Die Geschichten, die für die Zeitschrift Junior geschaffen wurden, zeigen einen Mustervater, der stets bereit ist, seine Familie zu unterhalten und seinen Kindern etwas beizubringen. In acht von zehn Fällen wird er nicht für seine Liebenswürdigkeit belohnt, sondern wird Opfer seiner Ungeschicklichkeit und des Zusammentreffens unglücklicher Umstände, was zu komischen Situationen führt. Acht Alben sind bisher erschienen. Peter Heinzer, der übrigens auch Globi gezeichnet hat, arbeitete am letzten Band mit und dürfte die Serie wohl weiter machen. Dabei hat er die schwierige Aufgabe, seine Personen zu modernisieren - sowohl innerlich als auch bei der Form.

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