Globi
Aus Swisscomics
Globi wurde 1932 zum Anlass des 25-jährigen Bestehens des Warenhauses Globus geschaffen. Das Unternehmen, das zu dieser Zeit Filialen in Zürich, Basel, Sankt Gallen, Chur und Aarau hatte, wünschte sich eine Figur, die die Kinder während der zweiwöchigen Feierlichkeiten, die im Rahmen des Programms geplant waren, empfangen und unterhalten sollte. Auf diese Weise erschien dieser merkwürdige Vogel, den J.-K. Schiele und Robert Lips in der Sahara aus dem Ei schlüpfen und mit wenigen Flügelschlägen die Schweiz kommen liessen. Globi verkörpert den Typus des pfiffigen Individuums, uneingeschränkt positiv, grosszügig und neugierig. Er ist gelegentlich drollig, niemals jedoch grausam. Mit seinen 65 Jahren und rund 60 erschienenen Alben ist Globi die langlebigste Comic-Serie der Schweiz. Auch wenn sich die Figur im Laufe ihres Lebens weiterentwickelt hat, blieb das allgemeine Konzept des Comic unverändert: Seiten, die in gleichmässige Bereiche unterteilt sind, keine Sprechblasen, Kommentare (sofern vorhanden) in Versen und mit Schreibmaschine geschrieben, Zeichnungen in Schwarz-weiss und nicht um realistische Effekte bemüht. Als Robert Lips nach 34 Alben aufhört, die Abenteuer seines Helden zu zeichnen, übernimmt zunächst Werner Büchi die Feder und später Peter Heinzer, der immer noch die dritte Generation einer jungen Leserschaft erfreut.


